[Ankündigung] In Bernstein gebannt

[Ankündigung] In Bernstein gebannt

Farn und Bernstein, Flüsse und Cafés, Tempelruinen und die Stadt als Jagdrevier: Im Sommer erscheint im Brosch Verlag mit „In Bernstein gebannt“ mein nächster Roman. Das Cover wurde kürzlich auf Instagram enthüllt.

Ankündigungskachel "In Bernstein gebannt. Eine urbane Feengeschichte" von Alessandra Ress, Brosch Verlag, Erscheint Sommer 2026

Aber was erwartet euch inhaltlich? Hiermit verdichte ich zumindest schon mal die mit dem Cover gelieferten Hinweise:

Urban und rural

„Eine urbane Feengeschichte“, so lautet der Untertitel des Buchs, der wohl den stärksten Hinweis auf den Inhalt gibt. Allerdings ist die Stadt hier keine pulsierende Millionenmetropole, sondern eine prototypische deutsche Unistadt. Wer Koblenz kennt, dürfte schnell erkennen, dass meine Heimatstadt Pate stand, auch wenn daraus im Buch eine Alternativstadt mit (vermutlich) mehr Nixen und etwas weniger Schlössen geworden ist.

Obwohl Koblenz knapp als Großstadt durchgeht, ist man hier nie weit entfernt vom nächsten Wald mit ein paar Ruinen römischen oder keltischen Ursprungs. Und so ist „In Bernstein gebannt“ einerseits Urban Fantasy, andererseits aber auch Rural Fantasy – eine Geschichte, die im Herzen und an den Rändern der Stadt zugleich spielt. An den Grenzen zwischen Hier und Da. Und an all jenen Orten, zu denen es eine Studentin ziehen kann, die einer von drüben das Tagebuch stiehlt und darin zu lesen beginnt.

Schöne und weniger schöne Dinge

Der Arbeitstitel des Buchs lautete „Schöne Dinge“ und das kann hier den nächsten Hinweis geben, was euch erwartet. Es gibt viele verschiedene Ideen und Inspirationen, die ins Buch geflossen sind. Mythen und Reisen, Grenzerfahrungen und Träume, aber auch – Umzüge und Haushaltsauflösungen und die Fragen: Was erinnert uns, was bleibt, was geht? Dinge können uns Trost spenden oder Erinnerungen wecken, angenehme wie unangenehme. Sie können Begleiter fürs Leben sein oder eine flüchtige Bekanntschaft. Sie können mit Emotionen aufgeladen sein.

Was wohl geschieht, wenn sich jemand – oder etwas – diese Emotionen zunutze macht?

Mythische Verflechtungen

Als dritten, nicht ganz subtilen Hinweis auf den Inhalt verweise ich auf die Triskelen im Cover.

Die irisch-keltische Mythologie war die große Leidenschaft meiner Teenagerzeit und letztlich zugleich mein Startpunkt für die Beschäftigung mit Phantastik. Trotzdem oder gerade deshalb kam es für mich lange Zeit nicht in Frage, sie explizit in einen meiner Romane einzuflechten. Mit der Zeit haben zwar einzelne Elemente ihren Weg gefunden, z. B. durch die Figur Conlai in „Die Türme von Eden“ oder einige Wesen in „Die Sommerlande“. Trotzdem ist „In Bernstein gebannt“ die erste Veröffentlichung, in der ich keinen Hehl daraus mache, dass eine (Neben-)Figur der irisch-keltischen Mythologie für eine der Hauptfiguren Pate stand.

Farbenfrohes Gemälde von vier Reitern in prächtigen Gewändern, auch die Pferde sind reich geschmückt. Links beobachtet eine Frau in einem durchscheinenden Gewand das Geschehen, im Hintergrund sind bunte Vögel und das Meer oder ein Fluss zu sehen.
John Duncans „Riders of the Sidhe“ (1911),
Dundee Art Galleries and Museums Collection

Die Dinge im Fluss

Im Laufe der nächsten Wochen werde ich sicher noch mehr zum einen oder anderen Punkt erzählen.

Aber apropos „Die Türme von Eden“: Blicke ich auf meine bisherigen Veröffentlichungen, würde ich sagen, dass „In Bernstein gebannt“ diesem Roman in der Stimmung am ähnlichsten ist – trotz des ganz unterschiedlichen Settings. Das ist insofern vermutlich nicht überraschend, als dass „Die Türme von Eden“ mein bis dato aktuellster Roman ist, wenn man von der Neuveröffentlichung von „Spielende Götter“ und dem Team-Projekt „Königsgift“ einmal absieht.

Allerdings ist „Die Türme von Eden“ 2020 erschienen. Genug Zeit, um als Autorin in Vergessenheit zu geraten. In der Zwischenzeit habe ich vereinzelt Kurzgeschichten veröffentlicht und 2,5 weitere Manuskripte geschrieben – darunter eines, das „In Bernstein gebannt“ recht ähnlich war –, mich aber aus verschiedenen Gründen mehr auf Sachtexte konzentriert. Phasenweise hatte ich Zweifel, ob ich überhaupt noch einmal einen Roman veröffentlichen würde und wollte.

Als Hannah Brosch mit der Frage an mich herantrat, ob ich für ihren frisch gegründeten Verlag das Startmanuskript liefern möchte, habe ich trotzdem nicht lange gezögert. Hannah habe ich vor mehr als zehn Jahren durch eine Fahrgemeinschaft zur Leipziger Buchmesse kennengelernt – damals startete sie gerade mit einem Lektoratsvolontariat bei Knaur, ich mit einem Redaktionsvolontariat. Wir sind danach in Kontakt geblieben. Aber dass wir mal auf diese Art zusammenarbeiten würden, hätten wir sicher beide nicht erwartet.

Aber hier sind wir nun. Ich bin gespannt, wo die Reise noch hinführt und hoffe, dass diese Geschichte zwischen Farn und Bernstein – auf die werden wir auch noch zu sprechen kommen – ihre Lesenden finden wird.

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